Entdecke die schönsten Wanderrouten rund um Wien

1 Posted by - 22. Mai 2018 - Allgemein

Mit den Öffis zum Berg

Auch rund um die Hauptstadt locken Natur und Berge zum entdecken und wanderlustige Großstädter kommen schnell auf ihre Kosten. Doch was tun, wenn kein Auto zur Verfügung steht, um zum nächsten Berg zu kommen? Geograph und Autor Ulrich Hensler hat genau dafür einen Guide mit Wanderrouten zusammengestellt, zu denen Naturbegeisterte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangen können. Für vienna4free hat der passionierte Wanderer seine Lieblingstour für den Frühsommer herausgesucht.

Ulrich Hensler: „Ich empfehle die Tour 38 im Wanderguide: Wasserleitungsweg durch das Höllental. Entlang der oft wunderschön türkis schimmernden Salza geht es zum Teil gesichert an beeindruckenden Felsen vorbei. Diese wunderschöne Tour erfordert ein kleinwenig Schwindelfreiheit, da man doch ab und zu gesichert am steilen Fels, aber meist in geringer Höhe wandert.“

Die Tour im Überblick: Wasserleitungsweg durch das Höllental

Länge: 3½ Std
Höhenunterschied: Aufstieg: 375 m; Abstieg: 350 m
Distanz: 10,6 km
Route: Bhf. Payerbach/Reichenau–Reichenau–Hirschwang an der Rax–Kaiserbrunn
Einkehr: Kaiserbrunn
Anreise: Regionalbahn direkt nach Payerbach-Reichenau
Rückreise: Bus 1746 zum Bhf. Payerbach-Reichenau, Regionalbahn nach Wien
Fahrzeit An- / Rückreise: 1½ Std. / 2 Std.
Abbruchsmöglichkeit: keine
Jahreszeit: ganzjährig, immer außer bei Schneelage
Höchster Punkt: Schneedörfl (560 m NN)
Sehenswertes: Salza, Wasserleitungsmuseum
Karten: ÖK 4212 oder Sonderblatt Schneeberg und Rax, Freytag&Berndt 022, Kompass 210 oder 228

Ulrich Hensler: „Die Tour ist landschaftlich umwerfend, auch bei warmen Temperaturen angenehm temperiert durch schattige Abschnitte und stets entlang der türkisen Salza. Bei Kaiserbrunn kann man diese Tour schön zum Abschluss bringen.“

Wasserleitungsweg durch das Höllental

Landkarte vom Höllental

Wegbeschreibung

Am Bahnhofsgebäude rechts vorbei und rechts über den Parkplatz, dann an dessen linken Rand auf dem Weg bergab. Durch die Unterführung rechts bergan, rot und blau markiert an der Stiege zur Höllentalbahn vorbei. Den Güterweg bald nach links verlassen und auf dem geschotterten, rot markierten Weg hinauf Richtung Schneedörfl und Eng weiter. Der Weg wird zum Pfad und mündet in eine Straßenkreuzung. Geradeaus, am Café Waldschlössel vorbei und unmittelbar nach dem Marterl rechter Hand gleich links und nochmals links, den Artzbergweg unmarkiert hinab. An dessen Ende geht es im Bogen nach rechts in den Wald hinein. Im Wald dann gleich rechts bergab und an Stationen der Fitnesstour vorbei, dem schwarzen Pfeil auf grünem Grund folgend. Auf gut sichtbarem Weg, teils über zahlreiche Wurzeln hinab. Dann nach Tafel Nr. 19 links und gleich wieder rechts bergab. Bald die Gleise queren und in der Folge links Richtung Artzbergweg bis auf den Radweg am Fluss. Diesem dann nach rechts unter der Eisenbahn hindurch folgend, und auf einem kleinen Bogen nach rechts vom Bach weg Richtung Schlossstuben. Dem Wassergraben nach bis zum Wegweiser des Wiener Wasserleitungswanderweges. Auf diesem nach links und an der Kirche und dem Schloss vorbei. Nach dem Schloss rechts in die Hirschwangstraße. Die Gleise queren und dann dem Bach auf geschottertem Pfad, später auf dem Radweg folgen. Es geht nun mal rechts, mal links der Gleise eben dahin. Nach einiger Zeit dem Wiener Wasserleitungsweg folgen, die Gleise queren und geradeaus wieder zum Fluss hin. Vorm Bach nach rechts und am Industriekomplex links zur Straße hin. Auf dieser dann nach rechts.

Wanderführer

Direkt vor der Brücke, nun endlich die Zivilisation zurücklassend, rechts ab auf eine „alpine Steiganlage“. Dieser folgend geht es zum Teil über versicherte Stellen bergauf und bergab, stets mit tollen Ausblicken auf den Fluss und die umgebenden Felsen. Auch geht es an schönen Raststellen vorbei. An der Rechenbrücke geht es rechts vorbei, dann die Straße queren und einen Rastplatz passieren ans östliche Ufer der Schwarza. Ein gutes Stück bergauf und dann auch wieder bergab, führt der Weg erst durch Forst und dann eben an der Straße entlang. Diese wieder queren und dann nach dem Geländer rechts hinab, wieder auf einem Pfad weiter. Über die nächste Brücke und dann links der Straße weiter bis Kaiserbrunn. Hier hat man einen tollen Ausblick auf Rax, Schneeberg und Krummbachstein und die Möglichkeit, die Tour zum Beispiel im Wasserleitungsmuseum ausklingen zu lassen, bevor es mit dem Bus zurück zum Bahnhof geht.

Ulrich Hensler hat einen Wanderguide für Wien und Umgebung geschrieben

Über den Autor

Ulrich Hensler ist studierter Geograph und passionierter Wanderer. Als Wanderinstruktor ist er für den Verband alpiner Vereine Österreich (VAVÖ) bei der Ausbildung von Wanderführern tätig und mit der Alpenvereins-Sektion Austria unterwegs. Seine Touren brachten ihn unter anderem durch Österreich, Deutschland und Schottland, aber auch nach Ecuador oder Sri Lanka.

Wandern mit den Öffis: Rund um Wien

Für schöne Wandererlebnisse braucht man kein Auto. Gerade der Wiener Raum bietet ein gut ausgebautes Netz an Öffis, das es möglich macht, viele schöne Touren ohne Anreisestress zu erleben. Der Guide beschreibt 40 besondere Wanderrouten am Kahlenberg und Cobenzl, Lainzer Tiergarten und Hadersdorf, bis in die Wachau und Göttweig, zum Öhler-Schober sowie auf den Schneeberg, ins Helenental, um Hainburg und auch im Weinviertel. Dabei gibt es Tagestouren für jeden Anspruch: vom aussichtsreichen Kurztrip bis um herausfordernden Tagesmarsch, der Schwindelfreiheit erfordert. Ausführliche Tourenbeschreibungen enthalten GPS-Daten, Karten, Sehenswürdigkeiten sowie Einkehr- und Abkürzungsvarianten.

PS: Weitere Tipps zum Wandern mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es hier.

Text: Stephanie Scholz